Erklärung: Was ist OLED?

OLED steht für „organic light emitting diode“, bezeichnet also eine organische Leuchtdiode. Die organische Eigenschaft kommt dadurch zustande, dass die OLED-Technologie auf Kohlenstoff basiert. Dabei befinden sich diverse organische Filmschichten zwischen einem elektrischen Leiter. Sobald Strom hinzugegeben wird, treffen in diesen Schichten verschieden geladene Teilchen aufeinander – bei diesem Vorgang wird Licht erzeugt. OLED gehört derzeit zu einer der modernsten Technologien in der Elektronikbranche, da die einzigartige Konstruktionsweise das Arbeiten auf sehr dünnen Flächen ermöglicht.
Anwendungsbereiche

Die OLED-Technologie wird heutzutage hauptsächlich im Bereich der Bildschirme angewandt. Sie ist also beispielsweise für Smartphones, Tablets, Kameras, PC-Bildschirme und geeignet. Erstaunlich ist, dass die Displays, die durch OLED erzeugt werden können, teilweise extrem dünn sind (manche Modelle sind sogar weniger als einen Millimeter dick) und daher beispielsweise auf flexible und biegsame Plastikfolien platziert werden können. Auf diese Weise entstehen völlig neue Einsatzmöglichkeiten. So könnte in naher Zukunft zum Beispiel elektronisches Papier zum Alltag gehören. Auch sind kleine Bildschirme, die in Kleidung integriert sind, längst keine Zukunftsvision mehr. Gegenwärtig gibt es auf Hitmeister.de Fernseher mit der OLED Technologie schon zu kaufen. In dem Ratgeber wird zudem Vergleich mit anderen Technologien wie LCD, LED und Plasma gezogen.

Die sehr dünne Bauweise macht es sogar möglich, transparente Displays herzustellen. Mit dieser Technologie könnten OLED-Bildschirme nicht nur in Vorhängen, sondern sogar in Fenstern verbaut werden – was hier nach Science-Fiction klingt, ist durch OLED bereits Realität.

Da die organischen Dioden selbst Licht abgeben, finden sie darüber hinaus auch im Bereich der Lampen Verwendung, wobei durch die hohe Flexibilität extravagante Designs ermöglicht werden, die bislang nicht denkbar waren.

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Vorteile gegenüber LCD

Einer der Vorteile von OLED gegenüber der gängigen LCD-Technologie ist die bereits erwähnte dünne Bauweise. Die flachen Bildschirme ermöglichen einen weitaus flexibleren Einsatz und weisen daneben auch ein geringeres Gewicht auf. OLED-Bildschirme zeichnen sich durch einen viel höheren Kontrast und ein schärferes Bild mit höherer Auflösung aus. Während Farben bei LCD-Displays durch einen Filter dargestellt werden, geben die organischen Leuchtdioden die Farben selbst ab, wodurch wesentlich sattere und natürlichere Farben erzeugt werden können. Das entstehende Bild wirkt allgemein qualitativ hochwertiger. Zudem ist der Winkel des Blickfeldes größer, sodass Sie auch beim seitlichen Betrachten mit weniger Einschränkungen rechnen können.

Eine wichtige Angabe für moderne Bildschirme ist die sogenannte Reaktionszeit.

Diese gibt an, wie flüssig das Bild bei Bewegungen wechselt – ist die Angabe hoch, so verschwimmt das Bild bei schnellen Bewegungen. Daher gilt: je geringer die Reaktionszeit, desto besser. OLEDs ermöglichen schon jetzt einen bis zu 1.000 mal schnelleren Wert als moderne LCD-Bildschirme.

Einer der größten Vorteile ergibt sich aus der Eigenschaft, dass OLEDs – wie weiter oben bereits beschrieben – selbst Licht absondern. Dadurch braucht es bei den Bildschirmen, anders als zum Beispiel bei LCDs mit LED Backlight, kein Hintergrundlicht. Dies reduziert die abgegebene Wärme deutlich und verbraucht weniger Strom. OLEDs sind also energieeffizienter als LCDs.

Nachteile gegenüber LCD

Dennoch steht die OLED-Technologie trotz aller Vorteile erst in den Startlöchern – daher ist es nicht verwunderlich, dass sie bei weitem noch nicht perfekt ist und einige Nachteile aufweist. Der ausschlaggebende Grund, weshalb OLEDs bislang noch kaum massentauglich sind, dürfte der vergleichsweise sehr hohe Preis sein, der aus der derzeit noch teuren Herstellung resultiert. Forscher hoffen jedoch darauf, dass sich diese großen Kostenunterschiede mit der Zeit verringern werden, da die organischen Leuchtdioden im Grunde simpler sind als LCDs. Zudem wird OLEDs häufig nachgesagt, sie hätten eine geringere Lebensdauer als gängige Technologien. Dies traf vor allem zu Beginn der Entwicklungen zu, bis heute hat sich in dem Bereich jedoch einiges getan, sodass heutige OLED-Bildschirme schon wesentlich haltbarer sind als früher. Im Bereich der Lampen übertreffen sie herkömmliche Glühbirnen sogar bereits um Längen.

Ein weiterer Nachteil kommt bei starker Lichteinstrahlung, beispielsweise in der Sonne, zum Vorschein. Hierbei kann das Bild unter Umständen nur noch schwach zu sehen sein. Es wird jedoch stets daran gearbeitet, diesen Umstand zu verbessern – und das mit Erfolg, denn moderne OLEDs können es bei diesem Aspekt schon fast mit LCDs aufnehmen.

Ebenfalls müssen die empfindlichen OLEDs gut vor äußerlichen Einflüssen geschützt werden, da sowohl Feuchtigkeit als auch Sauerstoff zu Schäden führen können. Aus diesem Grund müssen die Dioden verkapselt, also isoliert, werden. Diese Verkapselung findet allerdings auf Kosten der Flexibilität statt, weshalb es auch in diesem Bereich noch Verbesserungspotential gibt.

Alles in allem kann jedoch davon ausgegangen werden, dass OLED die Technologie der Zukunft ist und die Elektronikbranche maßgeblich beeinflussen wird.

Foto: Tobias G.
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