Head-Up-Displays gefährden die Fahrsicherheit?

Die Fahrzeuge werden mit immer mehr Technologie ausgestattet und sollen den Fahrer unterstützend zur Seite stehen, sogar teilautonom die Fahrten übernehmen und machen das Auto immer mehr zu einem mobilen Büro. 

Keine Frage, so viel Technik kann den Autofahrer schon überfordern, oder? Geht es nach einer aktuellen Studie, so sollen vor allem Head-Up-Displays den Fahrer zu sehr ablenken. Informationen zum Straßenverkehr, Warnungen, Hindernisse, aktuelle Geschwindigkeit oder die Routenführung können so abgebildet werden.

Doch eine Studie der University of Toronto soll jetzt herausgefunden haben, dass solche „Augmented Reality Head-Up-Displays“ eine Gefahr für die Sicherheit des Fahrers darstellen. Denn der Fahrer müsste jetzt, neben den Straßenverkehr, weitere Informationen die visuell projiziert werden aufnehmen und verarbeiten. Plötzlich erscheinende Warnungen sind dabei nur ein Beispiel von temporär zusätzlicher Ablenkung.

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Bedarf es dafür einen Test? Nein, denn die alleinige Vorstellung kann genügen. Je mehr Informationen das Auge aufnehmen muss, desto weniger kann sich gezielt auf einzelne Punkte konzentriert werden. Sicher, es kann ablenkend sein und ich selber musste mich auch erst mit Head-Up-Displays anfreunden. Dennoch schweift mein Auge weniger von der Fahrbahn ab und mein Blick bleibt dort. Statt also in der Mittelkonsole auf ein Display zu schauen oder den Blick zwischen das Lenkrad auf die Instrumententafel schweifen zu lassen, bleibt mein Kopf oben.

Weiterhin kann ich selber entscheiden, ob ich das Head-Up-Display (HUD) überhaupt sehen will und wenn ja, welche Informationen mir dort bereitgestellt werden sollen. Dadurch, dass es immer bessere Spurhalteassistenten, Tempomaten mit Abstandshalter und so weiter gibt, sinkt das Risiko und der Fahrer wird im Gefahrfall vom Fahrzeug unterstützt. Es ist eben wie mit all der Technik die neu hinzukommt, unsere Art des Autofahrens verändert sich und man muss die Technik verstehen, sich mit ihr vertraut machen und umgehen können.

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Vor rund drei Jahren kam ich in den Genuss beim Audi A3 das damals neu erschienenen MMI Touch und MMI Navigation plus zu testen. Damit stieg die Konnektivität im Fahrzeug in Kombination mit Internetdiensten und Endgeräten deutlich an. Vernetzung in der Automobilbranche ist seit diesem Zeitpunkt deutlich angestiegen und gegen die aktuellen Technologien ist die LTE-Verfügbarkeit im Audi ein Witz.

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Informationen des Fahrzeugs über die Smartwatch abrufen? Auch bereits Schnee von gestern. Stattdessen nehmen die Funktionen zwischen Smartwatch und Fahrzeug deutlich zu, wie der Beitrag von uns „Smartwatch erlaubt Steuerung der BMW i-Modelle“ zeigte. Und auch ein Wettrüsten der mobilen Betriebssysteme wie Android Auto und Apple CarPlay treibt den Markt weiter an und vernetzt noch mehr Smartphones, Tablets und andere mobile Endgeräte sowie Dienste mit dem Auto.

Gegen all diese Technologien ist das Head-Up-Display eher eine sehr kleine Ablenkung. Ganz im Gegenteil, sind die gesammelten Erfahrungen damit größtenteils positiv.

Head-Up-Displays gefährden die Fahrsicherheit?
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